Website erstellen lassen: Was kostet eine Firmenwebsite?
Wer für sein Unternehmen eine neue Website braucht, stößt bei der Suche nach einem Anbieter schnell auf erstaunlich unterschiedliche Preise. Manche Angebote beginnen bei wenigen hundert Euro, andere liegen bei mehreren tausend Euro, und manchmal lässt sich auf der Website einer Agentur überhaupt nicht erkennen, was eine Firmenwebsite am Ende kosten soll. Für kleine Unternehmen ist das besonders unpraktisch. Ein Friseurbetrieb, eine Werkstatt, eine Praxis oder ein kleines Geschäft braucht schließlich keine monatelange Digitalstrategie, sondern zunächst einmal einen guten Internetauftritt, auf dem Kunden erfahren, was angeboten wird, wo das Unternehmen zu finden ist und wie man Kontakt aufnehmen kann.
Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht nur: Was kostet eine Website? Mindestens ebenso wichtig ist die Frage, was man für diesen Preis tatsächlich bekommt. Eine günstige Website kann völlig ausreichend sein, wenn sie sauber aufgebaut ist und alles enthält, was das Unternehmen braucht. Umgekehrt macht ein hoher Preis eine Website nicht automatisch besser.
Warum die Preise für Websites so unterschiedlich sind
Eine Website ist kein Produkt mit einem einheitlichen Lieferumfang. Hinter dem Begriff können sich völlig unterschiedliche Projekte verbergen. Eine kleine Unternehmenswebsite mit Startseite, Leistungsinformationen, Kontaktmöglichkeit und einigen zusätzlichen Seiten ist etwas anderes als ein Onlineshop mit tausenden Produkten, Kundenkonten, Zahlungsabwicklung und Warenwirtschaft.
Auch die Arbeitsweise des Anbieters spielt eine große Rolle. Klassische Agenturprojekte bestehen oft aus Beratungsgesprächen, Workshops, Konzeptphasen, Designentwürfen, Projektmanagement und mehreren Abstimmungsrunden. All diese Arbeit muss bezahlt werden. Das kann für umfangreiche Projekte sinnvoll und notwendig sein. Für eine kleine Firmenwebsite ist dieser Aufwand jedoch nicht immer erforderlich.
Ein Anbieter, der seine Abläufe stark standardisiert und moderne Werkzeuge verwendet, kann dieselbe grundlegende Aufgabe wesentlich schneller erledigen. Der Preis einer Website sagt deshalb zunächst einmal viel über den Arbeitsaufwand und den Prozess aus – aber noch nicht automatisch über die Qualität des Ergebnisses.
Was eine normale Firmenwebsite eigentlich braucht
Viele kleine Unternehmen benötigen wesentlich weniger, als komplizierte Angebotspakete vermuten lassen. Eine gute Firmenwebsite muss zunächst verständlich erklären, welches Unternehmen dahintersteht und welche Leistungen angeboten werden.
Dazu gehören normalerweise eine übersichtliche Startseite, Informationen über das Angebot, Kontaktmöglichkeiten und alle rechtlich erforderlichen Seiten. Je nach Unternehmen können zusätzliche Informationen wie Öffnungszeiten, Anfahrt, häufige Fragen, Mitarbeiter oder einzelne Leistungen sinnvoll sein.
Wichtig ist außerdem, dass die Seite auf Smartphones funktioniert. Ein großer Teil der Besucher kommt heute über mobile Geräte. Eine Website, die nur auf einem großen Computermonitor vernünftig aussieht, erfüllt ihren Zweck deshalb nur unzureichend.
Auch die technische Grundlage sollte stimmen. Seiten müssen erreichbar sein, interne Links funktionieren und Suchmaschinen sollten die Inhalte lesen können. Das klingt selbstverständlich, ist aber wesentlich wichtiger als aufwendige Animationen oder Designspielereien.
Design ist mehr als die Wahl einer schönen Vorlage
Eine günstige Website wird häufig mit einem fertigen Template gleichgesetzt. Das muss nicht grundsätzlich schlecht sein. Moderne Systeme wie WordPress bieten hervorragende technische Grundlagen, auf denen sich sehr unterschiedliche Websites erstellen lassen.
Problematisch wird es erst dann, wenn jedes Unternehmen praktisch dieselbe Website bekommt und lediglich Logo, Farben und Firmenname ausgetauscht werden.
Das Erscheinungsbild sollte zum jeweiligen Betrieb passen. Eine Steuerberatung braucht einen anderen Auftritt als ein Tattoo-Studio. Ein Restaurant möchte andere Dinge zeigen als ein Installateur, und bei einer psychotherapeutischen Praxis spielen andere Eindrücke eine Rolle als bei einem Autohaus.
Individuelles Webdesign bedeutet deshalb nicht zwingend, jede Zeile Programmcode von Grund auf neu zu schreiben. Entscheidend ist, dass Aufbau, Gestaltung, Bilder und Inhalte für das konkrete Unternehmen zusammengestellt werden.
Gute Texte gehören zur Website dazu
Ein häufig unterschätzter Kostenpunkt sind die Inhalte. Manche Angebote beziehen sich ausschließlich auf die technische Erstellung der Website. Der Kunde erhält anschließend mehrere leere Seiten und soll selbst überlegen, was dort stehen soll.
Für viele kleine Unternehmen ist genau das eines der größten Probleme. Der Unternehmer kennt sein Geschäft hervorragend, schreibt aber vielleicht nicht jeden Tag Texte für Websites.
Eine komplette Firmenwebsite sollte deshalb nach Möglichkeit auch die Texte berücksichtigen. Der Anbieter muss verstehen, was das Unternehmen macht, welche Leistungen wichtig sind und welche Informationen potenzielle Kunden benötigen.
Dabei braucht es keine Werbesprache voller Superlative. Klare Aussagen funktionieren oft besser: Was wird angeboten? Für wen? Wo? Wie kann man Kontakt aufnehmen? Welche Besonderheiten gibt es?
Eine Website ist schließlich kein Literaturprojekt. Sie soll einem Besucher helfen, innerhalb weniger Sekunden zu verstehen, ob er hier richtig ist.
Wie viele Seiten braucht eine kleine Firmenwebsite?
Auch diese Frage lässt sich nicht mit einer festen Zahl beantworten. Die Anzahl der Seiten sollte sich nach den Inhalten richten und nicht nach einem Paket, das beispielsweise genau fünf oder genau zehn Seiten vorsieht.
Ein kleiner Dienstleister kann mit wenigen Seiten hervorragend auskommen. Ein Unternehmen mit mehreren sehr unterschiedlichen Leistungen profitiert möglicherweise davon, jeder wichtigen Leistung eine eigene Seite zu geben.
Entscheidend ist die Übersichtlichkeit. Wenn zwanzig unterschiedliche Informationen auf eine einzige lange Seite gepackt werden, findet der Besucher möglicherweise nicht, was er sucht. Umgekehrt braucht es keine eigene Seite für jeden einzelnen Satz, nur damit ein größeres Websitepaket verkauft werden kann.
Eine sinnvolle Struktur entsteht aus dem Unternehmen selbst.
Domain und Hosting sind etwas anderes als die Website
Wer eine Website erstellen lässt, sollte außerdem zwischen der eigentlichen Erstellung und den laufenden technischen Kosten unterscheiden.
Eine Domain ist die Internetadresse des Unternehmens. Das Hosting ist der Speicherplatz beziehungsweise Server, auf dem die Website betrieben wird. Beides verursacht in der Regel laufende Kosten beim jeweiligen Anbieter.
Besonders wichtig ist dabei die Frage, wem diese Dinge gehören beziehungsweise auf wen sie registriert sind.
Im Idealfall wird die Domain direkt auf das Unternehmen registriert. Auch beim Hosting sollte der Kunde selbst Vertragsinhaber sein oder zumindest ohne Schwierigkeiten zu einem anderen Anbieter wechseln können.
Eine niedrige Einstiegssumme ist wenig attraktiv, wenn anschließend jahrelang eine hohe monatliche Gebühr gezahlt werden muss und die Website bei einer Kündigung praktisch verloren geht.
Vorsicht bei Mietwebsites
Mietmodelle können für manche Unternehmen sinnvoll sein, weil Wartung und technische Betreuung darin enthalten sind. Der Kunde sollte aber genau verstehen, was er abschließt.
Besonders wichtig sind drei Fragen: Wem gehört die Website? Kann sie zu einem anderen Anbieter übertragen werden? Und was passiert, wenn der Vertrag beendet wird?
Wer nur deshalb jahrelang bei einer Agentur bleiben muss, weil die Website sonst abgeschaltet wird, hat keine besonders große unternehmerische Freiheit.
Eine Alternative ist eine Website, die nach der Erstellung dem Kunden zur Verfügung steht und unabhängig weiterbetrieben werden kann. Laufende Betreuung kann dann freiwillig hinzugebucht werden, wenn sie tatsächlich benötigt wird.
Warum ein niedriger Preis nicht automatisch schlechte Qualität bedeutet
Bei Dienstleistungen wird Preis häufig direkt mit Qualität verbunden. Das ist verständlich, funktioniert bei digitalen Leistungen aber nur eingeschränkt.
Wenn zwei Anbieter für dieselbe Aufgabe völlig unterschiedliche Prozesse verwenden, können auch ihre Kosten sehr unterschiedlich sein.
Eine Agentur, die mehrere Mitarbeiter in ein Projekt einbindet, Meetings organisiert, Präsentationen erstellt und jedes Detail über mehrere Freigabestufen laufen lässt, benötigt deutlich mehr Arbeitszeit. Ein kleiner Anbieter mit effizienten Abläufen kann dieselbe kleine Firmenwebsite möglicherweise in einem Bruchteil dieser Zeit umsetzen.
Entscheidend ist deshalb, wo gespart wird.
Wird beim Ergebnis gespart, indem Texte kopiert, Websites lieblos zusammengesteckt oder wichtige Arbeiten ausgelassen werden, ist billig tatsächlich teuer.
Wird dagegen beim Verwaltungsaufwand gespart, kann ein sehr niedriger Preis durchaus funktionieren.
Was vor der Beauftragung geklärt sein sollte
Vor dem Start sollte klar sein, welche Leistungen im vereinbarten Preis enthalten sind. Dazu gehört vor allem, ob Gestaltung und Texte enthalten sind und ob die Website tatsächlich fertig veröffentlicht wird.
Auch Zusatzkosten sollten transparent sein. Benötigt das Unternehmen beispielsweise einen Onlineshop, eine besondere Schnittstelle oder eine individuell programmierte Funktion, kann dies verständlicherweise zusätzliche Arbeit verursachen.
Unangenehm wird es erst, wenn ein günstiger Einstiegspreis beworben wird und sich nach Vertragsabschluss herausstellt, dass praktisch jede notwendige Funktion einen weiteren Aufpreis kostet.
Ein gutes Angebot sollte deshalb verständlich formuliert sein. Der Kunde sollte wissen, was er bekommt und was ausdrücklich nicht enthalten ist.
Was kostet eine Firmenwebsite bei Lampl Consulting?
Bei Lampl Consulting kostet eine normale Firmenwebsite 150 Euro netto zuzüglich Umsatzsteuer.
Darin enthalten sind die individuelle Gestaltung, die Texte und die Einrichtung der Website. Der Preis ist kein Einstiegspreis, der später durch notwendige Zusatzpakete erhöht werden soll.
Zusätzliche Kosten entstehen nur, wenn tatsächlich etwas benötigt wird, das über eine normale Firmenwebsite hinausgeht – beispielsweise ein Onlineshop oder eine besondere individuelle Programmierung. Solche Leistungen werden vorher vereinbart.
Domain und Hosting sind davon getrennt. Sie können bei einem Anbieter nach Wahl des Kunden betrieben werden. Die Website selbst soll nicht dazu dienen, den Kunden dauerhaft an Lampl Consulting zu binden.
Eine Firmenwebsite muss vor allem ihren Zweck erfüllen
Am Ende ist die wichtigste Frage nicht, ob eine Website 150, 1.500 oder 15.000 Euro gekostet hat.
Sie muss funktionieren.
Potenzielle Kunden sollten verstehen, wer hinter dem Unternehmen steht, was angeboten wird und wie sie Kontakt aufnehmen können. Die Website sollte auf dem Smartphone gut aussehen, vernünftig aufgebaut sein und später erweitert werden können.
Wenn dafür kein komplizierter Agenturprozess notwendig ist, gibt es keinen Grund, einen solchen mitzubezahlen.
Eine gute kleine Firmenwebsite darf deshalb durchaus einfach sein. Einfach bedeutet aber nicht beliebig. Sie sollte genauso individuell sein wie das Unternehmen, das sie präsentiert.