Website zur Neueröffnung: Was neue Unternehmen brauchen auf lampl-consulting.at

Website zur Neueröffnung: Was neue Unternehmen brauchen

Eine Neueröffnung bringt erstaunlich viele Dinge gleichzeitig mit sich. Räume müssen fertig werden, Lieferanten brauchen Informationen, Versicherungen und Behörden wollen Unterlagen, vielleicht werden Mitarbeiter gesucht, Schilder bestellt, Visitenkarten gedruckt und die ersten Kunden sollen natürlich möglichst bald erfahren, dass es das neue Unternehmen überhaupt gibt. Irgendwo zwischen all diesen Aufgaben steht dann noch ein Punkt auf der Liste: Website machen.

Gerade bei einer Gründung wird dieser Punkt gerne entweder viel zu groß oder viel zu klein gedacht. Die einen glauben, vor dem ersten Kunden müsse bereits ein perfekter Internetauftritt mit dutzenden Seiten, professionellem Markenhandbuch und umfassender Marketingstrategie fertig sein. Andere erstellen am Abend vor der Eröffnung schnell eine Seite mit Firmenname und Telefonnummer und beschließen, sich irgendwann später um den Rest zu kümmern.

Beides ist nicht notwendig.

Eine neue Firma braucht zum Start vor allem einen funktionierenden digitalen Ausgangspunkt. Potenzielle Kunden sollten das Unternehmen finden, verstehen und kontaktieren können. Darauf kann anschließend aufgebaut werden.

Die Website muss nicht vor dem Unternehmen fertig gedacht sein

Bei einer Neueröffnung verändert sich in den ersten Monaten häufig noch einiges. Manche Leistungen werden stärker nachgefragt als erwartet, andere spielen plötzlich kaum eine Rolle. Öffnungszeiten werden angepasst, neue Mitarbeiter kommen hinzu und aus einer ursprünglichen Idee entwickelt sich langsam der tatsächliche Alltag des Unternehmens.

Deshalb ist es wenig sinnvoll, bereits vor dem ersten Öffnungstag so zu tun, als müsste die Website für die nächsten zehn Jahre vollständig fertig geplant werden.

Sie braucht zunächst eine vernünftige Struktur, die später erweitert werden kann.

Eine neue Praxis kann beispielsweise mit Informationen über Behandlungsschwerpunkte, Team, Standort und Kontakt beginnen. Ein Geschäft benötigt Sortiment, Öffnungszeiten, Adresse und vielleicht einige Fotos. Ein Handwerksbetrieb erklärt seine wichtigsten Leistungen und sein Einsatzgebiet.

Weitere Inhalte können später hinzukommen.

Eine Website ist kein gedruckter Prospekt, bei dem jede Änderung eine neue Auflage erfordert. Genau das ist einer ihrer größten Vorteile.

Was ein Besucher bei einer Neueröffnung zuerst wissen möchte

Der Unternehmer beschäftigt sich vor der Eröffnung wahrscheinlich mit hundert Details. Der zukünftige Kunde hat wesentlich einfachere Fragen.

Was ist das für ein Unternehmen?

Was bekomme ich dort?

Wo befindet es sich?

Wann ist geöffnet?

Wie kann ich Kontakt aufnehmen?

Vielleicht möchte er außerdem wissen, was eine Leistung kostet, ob ein Termin notwendig ist oder ob ein bestimmtes Produkt angeboten wird.

Wenn eine neue Website diese Fragen zuverlässig beantwortet, erfüllt sie bereits einen großen Teil ihrer Aufgabe.

Eine aufwendige Animation auf der Startseite ist dagegen wenig hilfreich, wenn darunter die Telefonnummer fehlt.

Gerade zur Neueröffnung ist deshalb Klarheit wichtiger als digitale Show.

Eine neue Firma muss bei Google erst einmal existieren

Wer ein Unternehmen eröffnet, kennt selbstverständlich dessen Namen. Für das Internet ist die Firma zunächst allerdings ein völlig neuer Teilnehmer.

Vielleicht gibt es noch kaum Erwähnungen. Die Domain wurde gerade erst registriert. Andere Websites verlinken noch nicht darauf und Google hat die neue Website möglicherweise erst vor Kurzem entdeckt.

Es wäre deshalb unrealistisch, unmittelbar nach Veröffentlichung zu erwarten, dass die Website bei jeder wichtigen Suche ganz oben erscheint.

Das bedeutet aber nicht, dass man untätig warten muss.

Bereits beim Start sollte die Website eindeutig erklären, welche Leistungen angeboten werden und wo das Unternehmen tätig ist. Suchmaschinen benötigen genau diese Informationen, um die neue Seite überhaupt einordnen zu können.

Mit zusätzlichen Inhalten, Verlinkungen und der zunehmenden Bekanntheit des Unternehmens kann sich diese Grundlage anschließend weiterentwickeln.

Der Firmenname sollte möglichst früh feststehen

Klingt selbstverständlich, kann bei Gründungen aber durchaus noch in Bewegung sein.

Bevor Domain, E-Mail-Adressen, Website, Google-Unternehmensprofil, Schilder und Drucksorten erstellt werden, sollte die verwendete Unternehmensbezeichnung möglichst klar sein.

Es ist ausgesprochen mühsam, nach wenigen Wochen festzustellen, dass auf der Website eine andere Schreibweise verwendet wird als auf dem Geschäftsschild.

Das gilt auch für Zusätze, Bindestriche, Groß- und Kleinschreibung oder verwendete Abkürzungen.

Ein einheitlicher Firmenname macht nicht nur einen professionelleren Eindruck. Er erleichtert außerdem die Zuordnung verschiedener Online-Auftritte zum selben Unternehmen.

Je früher diese Grundlage geklärt ist, desto weniger muss später korrigiert werden.

Eine Domain sollte dem Unternehmen gehören

Zur neuen Website gehört normalerweise auch eine eigene Domain.

Bei der Registrierung sollte möglichst das Unternehmen beziehungsweise der Unternehmer selbst als Inhaber auftreten.

Die Domain kann über viele Jahre zu einem wichtigen Bestandteil der Geschäftstätigkeit werden. Sie steht vielleicht auf Visitenkarten, Rechnungen, Fahrzeugen, Schildern und Werbemitteln. Außerdem hängen häufig E-Mail-Adressen daran.

Deshalb sollte sie nicht unnötig an einen Webdesigner oder eine Agentur gebunden sein.

Ein Dienstleister kann selbstverständlich bei Auswahl und Einrichtung helfen. Die Kontrolle über die Adresse sollte langfristig aber beim Unternehmen bleiben.

Das schafft Freiheit.

Wenn irgendwann ein anderer Hostinganbieter oder Webdesigner genutzt werden soll, muss nicht gleichzeitig um die eigene Internetadresse gekämpft werden.

Die perfekte Domain ist weniger wichtig als eine vernünftige

Bei der Suche nach einer freien Domain beginnt schnell die Jagd nach der vermeintlich perfekten Adresse.

Sie soll kurz sein, jedes wichtige Suchwort enthalten, sofort erklären, was angeboten wird, geografisch passen und selbstverständlich noch frei sein.

Das funktioniert nicht immer.

Für ein reales Unternehmen ist häufig eine klare Domain mit dem Firmennamen völlig ausreichend.

Wenn dieser bereits vergeben ist, können sinnvolle Ergänzungen ausprobiert werden. Wichtig ist vor allem, dass sich die Adresse gut kommunizieren lässt und nicht unnötig kompliziert wird.

Eine Domain mit mehreren Bindestrichen, ungewöhnlichen Schreibweisen und schwer erklärbaren Abkürzungen verursacht möglicherweise mehr Probleme, als sie löst.

Kunden sollen die Adresse im Idealfall hören und später noch richtig eingeben können.

Die geschäftliche E-Mail-Adresse gehört zum Start dazu

Eine eigene Domain eröffnet noch einen zweiten Vorteil: geschäftliche E-Mail-Adressen.

Eine Adresse wie office@unternehmen.at wirkt normalerweise deutlich nachvollziehbarer als eine private Adresse bei einem allgemeinen Freemail-Anbieter.

Das ist kein technischer Qualitätsbeweis und macht niemanden automatisch seriöser. Es sorgt aber dafür, dass Website und Kommunikation zusammengehören.

Außerdem bleibt die geschäftliche Adresse unabhängig von privaten Konten.

Gerade bei einer Neugründung würde ich deshalb Website und geschäftliche E-Mail möglichst gemeinsam einrichten.

Dann kann die neue Adresse von Anfang an auf Visitenkarten, Angeboten, Rechnungen und anderen Unterlagen verwendet werden.

Welche Seiten braucht eine neue Firmenwebsite?

Die konkrete Struktur hängt vom Unternehmen ab.

Trotzdem gibt es einige typische Bereiche.

Die Startseite gibt einen schnellen Überblick. Wichtigere Leistungen können eigene Seiten bekommen. Eine Kontaktseite bündelt Anschrift, Telefonnummer, E-Mail und gegebenenfalls Öffnungszeiten. Je nach Unternehmen kann eine Über-uns-Seite sinnvoll sein.

Dazu kommen die notwendigen rechtlichen Informationen.

Ein Unternehmen mit drei klaren Leistungen braucht möglicherweise nur eine relativ kleine Website.

Eine Praxis mit verschiedenen Schwerpunkten benötigt vielleicht mehr Inhalte. Ein Restaurant könnte Speisekarte, Reservierungsinformationen und Räumlichkeiten darstellen.

Die Website sollte nicht künstlich aufgeblasen werden.

Zur Neueröffnung ist eine kleine Website mit vollständigen Informationen wesentlich hilfreicher als zwanzig fast leere Seiten.

Muss bereits vor der Eröffnung jedes Detail feststehen?

Nein.

Das gilt beispielsweise für Preise, genaue Leistungsbeschreibungen oder spätere Zusatzangebote.

Natürlich sollten veröffentlichte Informationen stimmen. Wenn bestimmte Dinge aber noch nicht entschieden sind, müssen sie nicht unbedingt schon auf die Website.

Eine häufige Versuchung besteht darin, die Veröffentlichung so lange zu verschieben, bis wirklich jedes Detail geklärt ist.

Dann verzögert sich der gesamte Internetauftritt wegen einer einzigen noch offenen Frage.

Besser ist es, zunächst mit den sicheren Informationen zu arbeiten.

Wenn später etwas hinzukommt, lässt es sich ergänzen.

Eine Website sollte beweglich genug sein, mit dem Unternehmen mitzuwachsen.

Wann sollte die Website online gehen?

Im Idealfall nicht erst am Tag nach der Eröffnung.

Eine frühzeitig erreichbare Website hat mehrere Vorteile.

Interessenten können bereits Informationen finden. Die Adresse kann auf Werbemitteln verwendet werden. Google bekommt Zeit, die Seite zu entdecken. Andere Websites können bereits darauf verlinken.

Das bedeutet nicht, dass sechs Monate vorher eine große Baustellenseite mit Countdown notwendig ist.

Aber wenn die wichtigsten Informationen feststehen, kann die Website ruhig schon vor dem eigentlichen Eröffnungstermin online gehen.

Bei einem neuen Geschäft könnte beispielsweise stehen, wann eröffnet wird und was künftig angeboten wird.

Das ist deutlich hilfreicher als eine leere Seite mit „Coming Soon“, die keinerlei weitere Informationen enthält.

Eine „Coming Soon“-Seite sollte wenigstens etwas erzählen

Wenn die vollständige Website tatsächlich noch nicht fertig ist, kann eine kleine Vorabseite sinnvoll sein.

Dort sollten aber zumindest Firmenname, geplante Leistung, Standort, Kontaktmöglichkeit und Eröffnungstermin stehen, soweit diese Informationen bereits feststehen.

Damit erfüllt die Seite bereits einen Zweck.

„Hier entsteht etwas Großartiges“ klingt vielleicht geheimnisvoll, hilft dem Besucher aber kaum.

Ein zukünftiger Kunde möchte wahrscheinlich nicht rätseln.

Er möchte wissen, ob es sich lohnt, später wiederzukommen.

Je früher klar ist, was das Unternehmen anbieten wird, desto früher kann die Website beginnen, Interesse aufzubauen.

Das Google-Unternehmensprofil sollte ebenfalls früh berücksichtigt werden

Für lokale Betriebe gehört Google Maps häufig zu den wichtigsten Wegen, über die neue Kunden das Unternehmen entdecken.

Ein Google-Unternehmensprofil kann Adresse, Telefonnummer, Öffnungszeiten, Fotos und Website anzeigen.

Bei einer Neueröffnung ist das besonders nützlich, weil noch kaum jemand gezielt nach dem Firmennamen sucht.

Menschen suchen vielleicht einfach nach einer Dienstleistung in der Umgebung.

Ein neues Restaurant möchte bei Restaurants in der Region auftauchen. Eine Praxis soll bei entsprechenden lokalen Suchanfragen gefunden werden. Ein Geschäft möchte auf Maps sichtbar sein.

Website und Unternehmensprofil ergänzen sich deshalb hervorragend.

Die Daten sollten allerdings übereinstimmen.

Wenn die Website eine andere Adresse oder Öffnungszeit nennt als Google, beginnt das neue Unternehmen seine Online-Präsenz gleich mit unnötiger Verwirrung.

Echte Fotos sind gerade bei einer Neueröffnung besonders wertvoll

Eine Neueröffnung ist ein hervorragender Zeitpunkt für Unternehmensfotos.

Die Räume wurden meistens gerade hergerichtet. Das Geschäft sieht so aus, wie es Kunden künftig erleben sollen. Neue Schilder hängen, Einrichtung und Produkte sind vorbereitet und alles ist ohnehin auf Präsentation ausgerichtet.

Warum also ausschließlich Stockfotos verwenden?

Einige gute Aufnahmen können gleichzeitig für Website, Google-Unternehmensprofil und weitere Unternehmenskanäle verwendet werden.

Besonders interessant sind je nach Betrieb Außenansicht, Innenräume, Arbeitsbereiche, Produkte und Details.

Wenn Personen gezeigt werden sollen, sollte selbstverständlich vorher geklärt sein, dass diese damit einverstanden sind und die Bilder entsprechend verwendet werden dürfen.

Die Website wirkt mit echten Fotos unmittelbar stärker mit dem realen Unternehmen verbunden.

Man muss nicht auf einen professionellen Fototermin warten

Wenn das Budget zum Start sehr knapp ist, kann die Website selbstverständlich zunächst auch mit vorhandenen oder selbst aufgenommenen Bildern beginnen.

Moderne Smartphones liefern bei vernünftigem Licht gute Ergebnisse.

Wichtig ist eher, bewusst zu fotografieren.

Der Raum sollte ordentlich sein, störende Gegenstände können entfernt werden und das Hauptmotiv sollte klar erkennbar sein.

Später lassen sich die Bilder jederzeit ersetzen.

Die Website muss nicht deshalb wochenlang offline bleiben, weil der perfekte Fototermin noch nicht stattgefunden hat.

Andererseits kann ein kompakter professioneller Termin relativ schnell genügend Material für zahlreiche Anwendungen liefern.

Beides ist möglich.

Eine neue Website braucht nicht sofort einen riesigen Blog

Ratgeberinhalte können langfristig sehr wertvoll sein.

Zur Neueröffnung besteht aber kein Grund, vor dem Start erst fünfzig Blogbeiträge zu produzieren.

Zunächst sollten die eigentlichen Unternehmensinformationen vollständig sein.

Danach kann der Ratgeber Schritt für Schritt wachsen.

Gerade neue Firmen besitzen dafür interessante Themen.

Welche Fragen stellen die ersten Kunden?

Welche Leistungen werden häufig missverstanden?

Welche Probleme führen Menschen zum Unternehmen?

Welche Entscheidungen müssen sie treffen?

Mit jeder neuen Erfahrung entstehen weitere Inhalte.

Das ist oft sogar besser, als vor der Eröffnung theoretisch zu überlegen, welche Fragen Kunden irgendwann einmal haben könnten.

Trotzdem können einige vorbereitete Beiträge sinnvoll sein

Ganz ohne Inhalte muss der Ratgeber nicht starten.

Einige grundlegende Artikel lassen sich bereits aus den Leistungen ableiten.

Eine neue Fahrschule könnte häufige Fragen rund um Führerschein und Ausbildung beantworten. Ein Kosmetikstudio kann einzelne Behandlungen erklären. Ein Handwerksbetrieb kann typische Probleme und Lösungen beschreiben.

Solche Beiträge helfen dabei, die neue Website von Anfang an mit etwas mehr Substanz auszustatten.

Sie können außerdem bereits vor der Eröffnung vorbereitet und anschließend nach und nach veröffentlicht werden.

Damit entsteht Regelmäßigkeit, ohne dass im hektischen ersten Geschäftsmonat plötzlich zusätzlich Blogartikel geschrieben werden müssen.

Neue Unternehmen haben einen großen Vorteil bei Inhalten

Eine bestehende Firma besitzt manchmal eine Website, die über viele Jahre gewachsen ist und entsprechend unübersichtlich geworden sein kann.

Bei einer Neueröffnung beginnt man mit einer leeren Fläche.

Struktur, Seitennamen und Inhalte können von Anfang an sinnvoll angelegt werden.

Es gibt keine alten Seiten, die umgezogen werden müssen. Keine veralteten Texte. Keine widersprüchlichen Angebote aus früheren Jahren.

Das ist eine Chance.

Wichtige Leistungen können bereits von Beginn an eigene Bereiche bekommen. Der Ratgeber kann nach klaren Themen aufgebaut werden und interne Links können sinnvoll geplant werden.

Wer diese Grundlage sauber setzt, muss später wesentlich weniger aufräumen.

Backlinks gibt es am Anfang naturgemäß kaum

Eine brandneue Website wird normalerweise noch nicht von zahlreichen anderen Websites verlinkt.

Warum auch? Sie existiert erst seit Kurzem.

Das ist kein Fehler.

Mit der Zeit können erste Verbindungen entstehen.

Vielleicht berichtet ein lokales Medium über die Neueröffnung. Geschäftspartner können das Unternehmen nennen. Lieferanten führen Partner oder Händler auf. Vereine, Veranstaltungen oder regionale Websites bieten weitere Möglichkeiten.

Auch gezielter Linkaufbau kann später hinzukommen.

Wichtig ist, nicht in Panik sofort irgendein Paket mit tausenden automatisierten Links zu kaufen, nur damit die neue Website möglichst schnell „stark“ aussieht.

Eine neue Firma darf auch im Internet zunächst neu sein.

Lokale Medien können für Neueröffnungen interessant sein

Eine neue Firma ist tatsächlich eine kleine Nachricht.

Besonders lokale Medien, Bezirksportale, Branchenblogs oder regionale Websites interessieren sich teilweise für Neueröffnungen.

Das Unternehmen sollte deshalb überlegen, ob es einen nachvollziehbaren Anlass für Berichterstattung gibt.

Was wird eröffnet?

Wo?

Was ist besonders?

Wer steckt dahinter?

Wann geht es los?

Eine kurze Information an passende lokale Stellen kann nicht nur Aufmerksamkeit erzeugen. Wenn online über die Neueröffnung berichtet und zur neuen Website verlinkt wird, entsteht gleichzeitig eine erste Verbindung von außen.

Natürlich wird nicht jede Anfrage veröffentlicht.

Aber eine Neueröffnung bietet einen wesentlich natürlicheren Kommunikationsanlass als die spätere Nachricht: „Unser Geschäft gibt es übrigens seit drei Jahren.“

Social Media ist optional

Bei fast jeder Gründung taucht irgendwann die Frage auf, welche sozialen Netzwerke jetzt unbedingt bespielt werden müssen.

Instagram? Facebook? TikTok? LinkedIn? Pinterest?

Die richtige Antwort lautet: die Kanäle, die für das Unternehmen tatsächlich sinnvoll sind und gepflegt werden können.

Ein halbherzig eingerichteter Account auf sechs Plattformen bringt wenig.

Manche Unternehmen profitieren stark von visuellen sozialen Medien. Andere gewinnen nahezu sämtliche Kunden über Google, Empfehlungen oder direkte Kontakte.

Die Website sollte deshalb nicht davon abhängen, dass gleichzeitig eine komplette Social-Media-Strategie aufgebaut wird.

Sie ist die eigene Basis.

Andere Kanäle können später dorthin führen.

Google Ads können bei einer Neueröffnung eine Abkürzung sein

Eine neue Website braucht Zeit, bis sie in den normalen Suchergebnissen stärker sichtbar wird.

Wer trotzdem sofort Kunden erreichen möchte, kann Google Ads einsetzen.

Dadurch können Anzeigen bei passenden Suchanfragen erscheinen, obwohl die Website noch neu ist.

Für einen gerade eröffneten Betrieb kann das interessant sein.

Die Voraussetzung ist allerdings wiederum eine brauchbare Website.

Es bringt wenig, Geld für Besucher auszugeben und sie anschließend auf eine unfertige Seite ohne klare Informationen zu schicken.

Der Ablauf sollte daher lauten:

Grundlage schaffen, dann Besucher darauf schicken.

Google Ads können Sichtbarkeit beschleunigen. Sie können eine schlechte Zielseite aber nicht reparieren.

Wie viel Werbung braucht eine Neueröffnung?

Das hängt vollkommen vom Unternehmen ab.

Ein Geschäft an einer stark frequentierten Lage kann bereits durch Schaufenster und Laufkundschaft viele Menschen erreichen.

Ein spezialisierter Dienstleister ohne sichtbaren Standort muss möglicherweise aktiver auf sich aufmerksam machen.

Auch der Wert eines einzelnen Kunden spielt eine Rolle.

Eine Werbeausgabe von 100 Euro ist bei einer Dienstleistung mit sehr hohem Auftragswert anders zu beurteilen als bei einem Produkt mit wenigen Euro Marge.

Deshalb sollte kein Werbebudget allein deshalb festgelegt werden, weil irgendein Marketingratgeber eine bestimmte Zahl empfiehlt.

Werbung muss zum Geschäftsmodell passen.

Für den Start kann ein kleiner Test häufig sinnvoller sein als sofort eine große langfristige Verpflichtung.

Die Website sollte auf dem Smartphone getestet werden

Gerade in der hektischen Phase vor einer Neueröffnung wird eine Website häufig hauptsächlich am Bürocomputer betrachtet.

Potenzielle Kunden verwenden dagegen sehr oft ihr Smartphone.

Deshalb sollte vor der Veröffentlichung einmal ganz praktisch getestet werden:

Kann ich die Texte gut lesen?

Funktioniert das Menü?

Kann ich Telefonnummer und E-Mail anklicken?

Sind Öffnungszeiten leicht zu finden?

Ist die Adresse sichtbar?

Laden die Bilder vernünftig?

Gibt es Elemente, die über den Bildschirm hinausragen?

Dafür braucht es kein kompliziertes Testlabor.

Das eigene Smartphone zeigt viele offensichtliche Probleme innerhalb weniger Minuten.

Kontaktmöglichkeiten müssen funktionieren

Dieser Punkt klingt fast lächerlich selbstverständlich.

Trotzdem sollte vor der Eröffnung tatsächlich getestet werden, ob Kontaktformulare ankommen und Telefonnummern stimmen.

Auch die geschäftliche E-Mail-Adresse sollte einmal von einem externen Konto angeschrieben werden.

Gerade bei neuen Domains können Konfigurationsfehler auftreten. Eine Website kann hervorragend aussehen und gleichzeitig sämtliche Kontaktanfragen ins Nirgendwo schicken.

Das ist genau die Art von Problem, die niemand bei einer Neueröffnung braucht.

Ein einfacher Testauftrag vor dem Start ist deshalb sinnvoll.

Anrufen.

Formular absenden.

E-Mail schicken.

Adresse in Maps öffnen.

Damit sind die wichtigsten Wege einmal praktisch überprüft.

Rechtliche Seiten gehören nicht ans Ende der To-do-Liste

Impressum und Datenschutz sind keine dekorativen Footerlinks, die irgendwann später ergänzt werden sollten.

Eine geschäftliche Website benötigt die für sie geltenden rechtlichen Informationen von Beginn an.

Welche Angaben konkret erforderlich sind, hängt vom Unternehmen und den verwendeten Diensten ab.

Besonders Datenschutztexte müssen zur tatsächlichen Website passen. Werden beispielsweise externe Dienste, Formulare oder Tracking verwendet, können daraus zusätzliche Informationspflichten entstehen.

Deshalb sollte nicht einfach irgendeine Datenschutzerklärung aus dem Internet kopiert werden.

Die rechtlichen Seiten gehören zur Website genauso wie die Kontaktseite.

Bei einer Neueröffnung ist es sinnvoll, sie direkt gemeinsam mit dem restlichen Internetauftritt vorzubereiten.

Ein neues Unternehmen muss nicht alles gleichzeitig kaufen

Gründungen sind teuer genug.

Kaution, Ausstattung, Waren, Geräte, Versicherungen und zahlreiche weitere Ausgaben entstehen häufig schon bevor der erste Euro Umsatz verdient wurde.

Es ist deshalb verständlich, beim Online-Auftritt auf die Kosten zu achten.

Eine Firmenwebsite muss nicht automatisch ein mehrtausend Euro schweres Projekt sein.

Ebenso muss nicht sofort laufend für Suchmaschinenoptimierung, Anzeigenmanagement, Social Media, Contentproduktion und Fotografie bezahlt werden.

Man kann priorisieren.

Zunächst Website und grundlegende lokale Präsenz.

Dann dort investieren, wo tatsächlich Bedarf entsteht.

Diese Reihenfolge ist oft wirtschaftlich sinnvoller, als noch vor der Eröffnung ein riesiges Marketingpaket zu buchen, dessen Nutzen überhaupt nicht beurteilt werden kann.

Was kostet die Website zur Neueröffnung bei Lampl Consulting?

Eine normale Firmenwebsite kostet bei Lampl Consulting 150 Euro netto zuzüglich Umsatzsteuer.

Gestaltung, Struktur und individuelle Texte gehören dazu.

Domain und Hosting werden getrennt behandelt und sollten möglichst auf den Kunden selbst laufen.

Wenn eigene Bilder fehlen, können zusätzlich Fotos vor Ort erstellt werden. Je nach Bundesland kostet ein Fototermin insgesamt zwischen 50 und 200 Euro netto inklusive Anfahrt.

Google Ads können für 50 Euro netto einmalig eingerichtet werden. Eine laufende monatliche Betreuungsgebühr gibt es dafür nicht. Einfache spätere Änderungen kosten in der Regel 10 Euro netto.

Wer nach dem Start regelmäßig neue Inhalte und Verlinkungen aufbauen möchte, kann einzelne Blogbeiträge, Backlinks oder das Sorglos-Paket nutzen.

Man muss davon aber nicht alles gleichzeitig bestellen.

Die Website darf der Anfang sein.

Eine Neueröffnung braucht keinen perfekten digitalen Konzernauftritt

Das Internet vermittelt manchmal den Eindruck, jedes neue Unternehmen müsse von Tag eins an auftreten wie eine internationale Marke.

Perfektes Corporate Design.

Professionelles Video.

Tägliche Social-Media-Beiträge.

Suchmaschinenstrategie.

Newsletter.

Werbekampagnen.

Marketing-Automation.

Das kann alles später sinnvoll werden.

Für den ersten Kunden braucht es meistens etwas wesentlich Einfacheres:

Er muss Sie finden.

Er muss verstehen, was Sie anbieten.

Er muss wissen, wie er Sie erreicht.

Wenn Ihre Website genau das zuverlässig schafft, besitzt Ihr Unternehmen bereits eine solide Grundlage.

Die ersten Monate liefern die besten Ideen für den weiteren Ausbau

Nach der Eröffnung passiert etwas sehr Nützliches: echte Kunden tauchen auf.

Plötzlich wissen Sie, welche Fragen tatsächlich gestellt werden.

Sie sehen, welche Leistungen besonders interessieren.

Vielleicht merken Sie, dass Besucher etwas auf der Website nicht verstehen. Vielleicht fehlt eine Information, nach der ständig gefragt wird. Vielleicht entwickelt sich ein Angebot ganz anders als geplant.

Diese Erfahrungen sind ausgesprochen wertvoll.

Die Website kann entsprechend angepasst werden.

Aus häufigen Fragen entstehen Ratgeberartikel. Erfolgreiche Leistungen bekommen ausführlichere Seiten. Neue Fotos zeigen das Unternehmen im tatsächlichen Betrieb.

Dadurch wächst der Internetauftritt gemeinsam mit dem Unternehmen.

Das ist häufig wesentlich sinnvoller, als vor der Eröffnung theoretisch jeden zukünftigen Inhalt erraten zu wollen.

Lieber gut starten als ewig vorbereiten

Die perfekte Website zur Neueröffnung gibt es wahrscheinlich nicht.

Schon deshalb nicht, weil ein neues Unternehmen selbst noch nicht genau weiß, wie es sich entwickeln wird.

Eine gute Startwebsite ist etwas anderes.

Sie zeigt das Unternehmen klar und glaubwürdig. Sie enthält korrekte Kontaktdaten, funktioniert auf Smartphones, gibt Kunden die wichtigsten Informationen und kann später erweitert werden.

Das reicht.

Nach der Eröffnung können neue Inhalte, Backlinks, bessere Fotos, Google Ads und andere Maßnahmen Schritt für Schritt hinzukommen.

Wer auf den perfekten Zeitpunkt wartet, riskiert dagegen, dass die ersten Kunden nach dem neuen Unternehmen suchen und lediglich eine leere Google-Suche oder ein veraltetes Social-Media-Profil finden.

Eine Neueröffnung ist ohnehin der Beginn von etwas Neuem.

Die Website sollte deshalb nicht das letzte große Hindernis davor sein.

Sie sollte genau das Gegenteil leisten:

Sie sollte dafür sorgen, dass Menschen vom ersten Tag an wissen, dass es Ihr neues Unternehmen gibt.

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