Echte Fotos für die Firmenwebsite: Warum sie besser wirken
Eine neue Firmenwebsite braucht Bilder. Spätestens wenn die ersten Seiten aufgebaut sind, entsteht deshalb eine Frage, die zunächst erstaunlich banal klingt: Welche Fotos nehmen wir?
Die bequemste Lösung ist schnell gefunden. Bilddatenbanken bieten praktisch für jedes Thema tausende professionell produzierte Aufnahmen. Der lächelnde Handwerker steht bereits mit Werkzeug bereit, die freundliche Ärztin trägt einen makellos weißen Kittel und im Konferenzraum sitzen fünf ausgesprochen zufriedene Menschen vor einem Laptop. Technisch lässt sich damit innerhalb weniger Minuten eine ansehnliche Website zusammenstellen.
Das Problem beginnt dort, wo ein potenzieller Kunde wissen möchte, wie Ihr Unternehmen aussieht.
Wer einen Friseur sucht, interessiert sich möglicherweise für den tatsächlichen Salon. Wer eine Praxis besuchen möchte, würde gerne vorher einen Eindruck von den Räumen bekommen. Bei einem Restaurant interessieren Gastraum und Terrasse, bei einer Werkstatt der Betrieb und bei einem kleinen Geschäft vielleicht Sortiment und Atmosphäre.
Stockfotos können eine Website ergänzen. Eigene Fotos können dagegen etwas zeigen, das keine Bilddatenbank der Welt besitzt: Ihr Unternehmen.
Ein gutes Foto beantwortet Fragen, bevor sie gestellt werden
Bilder werden auf einer Website häufig als Dekoration behandelt. Oben befindet sich ein großes Bild, weil ein großes Bild eben zum modernen Webdesign gehört. Daneben steht Text und darunter folgen weitere hübsche Motive.
Für eine Firmenwebsite können Fotos wesentlich mehr leisten.
Ein Bild des Eingangs zeigt einem Besucher, woran er das Geschäft erkennt. Ein Foto des Behandlungsraums vermittelt einen ersten Eindruck von einer Praxis. Die Aufnahme einer Werkstatt zeigt, dass es sich nicht nur um irgendeine Website handelt, sondern um einen tatsächlich existierenden Betrieb.
Bilder können außerdem Dinge erklären, für die ansonsten mehrere Sätze notwendig wären.
Ein Restaurant muss seine Atmosphäre nicht ausschließlich mit Begriffen wie „gemütlich“ oder „modern“ beschreiben. Ein Foto lässt den Besucher selbst beurteilen, wie es dort aussieht.
Genau darin liegt die Stärke eigener Unternehmensfotos: Sie beantworten Fragen, die ein Besucher vielleicht noch gar nicht bewusst formuliert hat.
Menschen möchten wissen, wo sie landen
Besonders wichtig sind eigene Bilder bei Unternehmen, die Kunden persönlich besuchen.
Wer online ein Produkt bestellt, muss den Verkäufer möglicherweise nie persönlich treffen. Bei einer Arztpraxis, einem Friseur, Restaurant, Fitnessstudio oder lokalen Geschäft sieht das anders aus.
Der digitale Kontakt ist nur der erste Schritt. Danach folgt ein realer Besuch.
Ein potenzieller Kunde versucht deshalb bereits auf der Website abzuschätzen, was ihn erwartet.
Ist die Praxis modern oder eher traditionell eingerichtet? Wie groß wirkt das Geschäft? Gibt es einen angenehmen Wartebereich? Sieht das Restaurant eher nach einem schnellen Mittagessen oder nach einem langen Abendessen aus?
Natürlich entscheidet niemand ausschließlich aufgrund eines Fotos.
Ein realistischer visueller Eindruck kann aber Unsicherheit reduzieren.
Der Besucher kennt den Ort noch nicht vollständig, aber er hat ihn bereits einmal gesehen.
Stockfotos sind nicht grundsätzlich schlecht
Eigene Fotos zu empfehlen bedeutet nicht, dass jedes Stockfoto automatisch schlecht wäre.
Bilddatenbanken erfüllen einen sinnvollen Zweck. Manche Themen lassen sich kaum sinnvoll im eigenen Betrieb fotografieren. Ein abstrakter Ratgeberbeitrag benötigt vielleicht eine Illustration. Bei bestimmten Dienstleistungen gibt es überhaupt kein offensichtliches Motiv.
Auch eine neue Firma besitzt möglicherweise noch nicht genügend eigene Bilder für sämtliche Bereiche der Website.
Stockfotos können solche Lücken schließen.
Problematisch wird es eher, wenn die komplette Identität eines Unternehmens aus fremden Bildern besteht.
Dann sieht man auf der Website eine moderne Großraumpraxis, obwohl das reale Unternehmen aus zwei kleinen Räumen besteht. Das angebliche Team besteht aus Modellen, die wahrscheinlich gleichzeitig auf hunderten anderen Websites auftauchen. Der freundliche Handwerker repariert auf einer Seite Heizungen und wirbt auf der nächsten für Versicherungen.
Das Bild ist professionell.
Aber es erzählt nichts über das tatsächliche Unternehmen.
Warum Stockfotos oft austauschbar wirken
Gute Stockfotografie ist bewusst universell produziert.
Das Bild soll für möglichst viele Käufer funktionieren. Deshalb darf die Umgebung nicht zu speziell sein. Die Personen sehen freundlich aus, die Räume sauber und die Situation allgemein verständlich.
Genau diese universelle Verwendbarkeit ist gleichzeitig ihre Schwäche für eine individuelle Firmenwebsite.
Wenn dasselbe Motiv zu zehn verschiedenen Unternehmen passen würde, kann es nur begrenzt dabei helfen, gerade dieses eine Unternehmen zu unterscheiden.
Das bedeutet nicht, dass Besucher jedes Stockfoto bewusst erkennen.
Sie nehmen aber häufig die allgemeine Wirkung wahr.
Eine Website kann technisch hervorragend aussehen und trotzdem etwas unpersönlich bleiben.
Eigene Fotos bringen Details hinein, die kein Designer künstlich erfinden müsste: das tatsächliche Geschäftsschild, die echten Räume, Werkzeuge, Produkte, Arbeitsplätze und Menschen.
Müssen Unternehmensfotos perfekt sein?
Nein.
Das ist vielleicht der wichtigste Punkt für kleine Unternehmen.
Wer den Begriff „professionelle Unternehmensfotografie“ hört, denkt schnell an einen ganzen Produktionstag mit Lichttechnik, Visagisten, aufwendiger Vorbereitung und entsprechendem Budget.
Für eine normale kleine Firmenwebsite ist das häufig gar nicht notwendig.
Ein gutes Bild sollte scharf, vernünftig belichtet und sinnvoll zusammengesetzt sein. Es sollte zeigen, was der Besucher sehen soll, und nicht durch zufälliges Chaos im Hintergrund ablenken.
Das reicht bereits für sehr viele Motive.
Authentizität und technische Qualität schließen sich nicht aus.
Ein Foto darf echt aussehen und trotzdem sorgfältig aufgenommen sein.
Der Betrieb muss dafür auch nicht künstlich in ein Filmset verwandelt werden.
Welche Fotos braucht eine Firmenwebsite?
Die Antwort hängt stark vom Unternehmen ab. Eine starre Liste wäre deshalb wenig sinnvoll.
Trotzdem gibt es einige Motivgruppen, die bei vielen lokalen Betrieben hilfreich sind.
Dazu gehört zunächst die Außenansicht. Sie zeigt nicht nur das Unternehmen, sondern hilft möglicherweise sogar bei der Orientierung vor dem ersten Besuch.
Danach kommen die Räume. Geschäft, Büro, Praxis, Werkstatt, Salon, Restaurant oder Schauraum vermitteln einen Eindruck davon, wo die eigentliche Leistung erbracht wird.
Interessant sind außerdem Produkte und Leistungen. Ein Tischler kann fertige Arbeiten zeigen. Ein Restaurant kann Speisen präsentieren. Ein Einzelhändler kann charakteristische Produkte fotografieren.
Schließlich können Menschen eine Rolle spielen. In manchen Branchen ist es angenehm, bereits vor dem ersten Kontakt zu sehen, mit wem man später zu tun hat.
Welche dieser Gruppen besonders wichtig ist, sollte sich nach dem Unternehmen richten und nicht danach, welche Motive gerade in einer Websitevorlage vorgesehen sind.
Die Außenansicht wird häufig unterschätzt
Ein Foto des Gebäudes wirkt auf den ersten Blick nicht besonders aufregend.
Für Besucher kann es trotzdem ausgesprochen praktisch sein.
Wer zum ersten Mal zu einem Unternehmen fährt, erkennt auf dem Foto vielleicht bereits Geschäftsschild, Eingang oder Umgebung. Gerade bei Betrieben in größeren Gebäuden oder Innenhöfen kann das helfen.
Außerdem macht eine Außenaufnahme deutlich, dass hinter dem Internetauftritt ein realer Standort steht.
Das ist nicht bei jeder Firma erforderlich. Ein reiner Online-Dienstleister braucht natürlich kein Foto irgendeiner Hauseingangstür.
Bei einem lokalen Geschäft, einer Praxis oder einem Restaurant kann die Außenansicht dagegen eine sehr konkrete Funktion erfüllen.
Nicht jedes Websitefoto muss beeindrucken.
Manche Bilder sollen schlicht informieren.
Räume schaffen Vertrautheit
Fotos von Innenräumen gehören bei vielen Unternehmen zu den wertvollsten Motiven.
Der Besucher bekommt dadurch eine Vorstellung davon, welche Umgebung ihn erwartet.
Das kann besonders bei Dienstleistungen angenehm sein, bei denen Menschen längere Zeit vor Ort verbringen.
Ein Friseursalon kann seine Einrichtung zeigen. Eine Praxis vermittelt einen Eindruck des Warte- und Behandlungsbereichs. Ein Restaurant präsentiert Gastraum oder Terrasse. Ein Fitnessstudio kann Trainingsbereiche darstellen.
Gute Raumaufnahmen brauchen vor allem Ordnung und sinnvolle Perspektiven.
Der Fotograf sollte nicht versuchen, mit extremen Blickwinkeln einen kleinen Raum künstlich riesig erscheinen zu lassen. Das Foto soll attraktiv sein, aber trotzdem die Realität wiedergeben.
Der Kunde wird schließlich möglicherweise kurze Zeit später selbst dort stehen.
Arbeit ist oft interessanter als ein leerer Raum
Ein sauber aufgeräumter Arbeitsplatz ist ein gutes Motiv. Noch interessanter kann es sein, tatsächlich zu zeigen, was dort passiert.
Ein Handwerker bei einer typischen Tätigkeit vermittelt unmittelbar mehr über seine Arbeit als ein Foto eines Schraubenziehers auf einem Tisch.
Ein Koch in der Küche, ein Mitarbeiter bei der Warenpräsentation oder ein Dienstleister während einer typischen Arbeitssituation kann die Website lebendiger machen.
Solche Aufnahmen müssen nicht gestellt aussehen.
Im Gegenteil: Oft entstehen überzeugende Bilder gerade dann, wenn jemand eine Tätigkeit ausführt, die er ohnehin jeden Tag macht.
Der Fotograf muss lediglich einen guten Moment und eine geeignete Perspektive finden.
Dadurch wird aus einem allgemeinen Unternehmensfoto ein Bild mit Information.
Produkte dürfen ruhig echt aussehen
Produktfotografie kann extrem aufwendig werden. Für einen internationalen Onlineshop gelten andere Anforderungen als für die Website eines lokalen Betriebs.
Wenn ein Geschäft lediglich einige charakteristische Produkte zeigen möchte, braucht nicht jedes davon eine perfekte Studioaufnahme auf reinweißem Hintergrund.
Manchmal ist gerade die Darstellung im tatsächlichen Geschäft interessanter.
Ein Bäcker kann Brot in der Auslage zeigen. Ein Restaurant präsentiert ein Gericht auf einem echten Tisch. Ein Florist zeigt Arrangements im Laden.
Solche Bilder verbinden Produkt und Unternehmen miteinander.
Das ist besonders nützlich, wenn die Website nicht primär einen Onlineverkauf abwickeln soll, sondern Menschen zu einem Besuch oder einer Kontaktaufnahme bewegen möchte.
Muss der Unternehmer selbst auf die Website?
Nein.
Nicht jeder Mensch steht gerne vor einer Kamera, und nicht jedes Geschäftsmodell benötigt ein großes Portrait des Geschäftsführers im Hero-Bereich.
Bei kleinen Unternehmen kann ein persönliches Foto allerdings Vertrauen schaffen.
Wer eine Beratung, Behandlung oder andere persönliche Dienstleistung in Anspruch nimmt, möchte häufig wissen, mit wem er später sprechen wird.
Ein vernünftiges Portrait oder eine Aufnahme im Arbeitsumfeld kann deshalb sinnvoll sein.
Es muss dabei nicht das klassische Bild mit verschränkten Armen vor neutralem Hintergrund sein.
Ein Unternehmer kann genauso gut bei der Arbeit, im Geschäft oder in einem passenden Umfeld fotografiert werden.
Entscheidend ist, dass das Foto zur Person und zum Unternehmen passt.
Was ist mit Mitarbeitern und anderen Personen?
Personenaufnahmen sollte man nicht beiläufig behandeln.
Wenn Mitarbeiter oder andere Menschen erkennbar auf der Unternehmenswebsite erscheinen sollen, sollte vorher geklärt sein, dass die Aufnahme und die vorgesehene Verwendung für die Beteiligten in Ordnung sind.
Das ist nicht nur eine organisatorische Frage.
Niemand sollte erst nach Veröffentlichung feststellen, dass ein Foto von ihm dauerhaft auf einer öffentlich erreichbaren Unternehmensseite verwendet wird.
Für einen Fototermin ist deshalb sinnvoll, vorher zu überlegen, welche Personen tatsächlich gezeigt werden sollen.
Wer nicht auf die Website möchte, muss dort auch nicht erscheinen.
Ein Unternehmen kann authentisch dargestellt werden, ohne sämtliche Mitarbeiter fotografisch vorzustellen.
Warum Gruppenfotos schnell veralten
Ein klassisches Teamfoto sieht unmittelbar nach dem Fototermin hervorragend aus.
Drei Monate später verlässt jemand das Unternehmen.
Kurz darauf kommt eine neue Mitarbeiterin hinzu.
Damit ist das Gruppenbild bereits nicht mehr aktuell.
Das spricht nicht grundsätzlich gegen Teamfotos. Man sollte nur berücksichtigen, wie häufig sich die Zusammensetzung verändert.
Einzelportraits sind häufig flexibler. Personen können auf der Website ergänzt oder entfernt werden, ohne dass alle erneut fotografiert werden müssen.
Alternativ können Arbeitsaufnahmen entstehen, bei denen nicht die komplette Mannschaft wie bei einem Klassenfoto nebeneinandersteht.
Gerade bei wachsenden Unternehmen lohnt sich deshalb die Frage, welche Bildlösung langfristig praktikabel bleibt.
Wie viele Bilder braucht eine Website?
Auch hier gibt es keine richtige Zahl.
Eine Website mit fünf hervorragenden Bildern kann überzeugender wirken als eine mit fünfzig mittelmäßigen.
Die Zahl sollte sich nach Aufbau und Inhalt richten.
Ein großes Titelbild braucht möglicherweise ein besonders starkes Motiv. Einzelne Leistungsbereiche können durch weitere Fotos ergänzt werden. Auf einer Über-uns-Seite kann ein Portrait sinnvoll sein. Eine Kontaktseite profitiert vielleicht von einer Außenaufnahme.
Nicht jede Textpassage braucht zwingend ein Bild daneben.
Zu viele Bilder können eine Seite sogar unruhig machen und die Ladezeit erhöhen.
Deshalb sollte nicht gefragt werden: Wie viele Fotos haben wir bekommen?
Besser ist: Haben wir für die wichtigen Stellen der Website passende Motive?
Hochformat oder Querformat?
Am besten beides.
Websites verwenden Bilder in sehr unterschiedlichen Formaten.
Ein breites Hero-Bild benötigt viel Platz in der Horizontalen. Ein Mitarbeiterportrait funktioniert möglicherweise besser im Hochformat. Kacheln oder kleinere Bereiche können quadratische Ausschnitte verwenden.
Ein einziges Foto kann zwar später zugeschnitten werden, aber nicht jeder Ausschnitt funktioniert gleich gut.
Bei einem Fototermin ist es deshalb sinnvoll, wichtige Motive teilweise aus mehreren Perspektiven und in unterschiedlichen Ausschnitten aufzunehmen.
Dabei sollte auch Platz berücksichtigt werden, auf dem später eventuell Text liegt.
Ein Bild, auf dem das Hauptmotiv exakt die gesamte Fläche ausfüllt, kann für ein bestimmtes Website-Layout schwieriger zu verwenden sein als eine Aufnahme mit etwas freiem Raum.
Warum der Fotograf die Website kennen sollte
Unternehmensfotografie und Webdesign werden oft getrennt voneinander beauftragt.
Der Fotograf produziert schöne Bilder. Später versucht der Webdesigner, sie in das vorhandene Layout einzubauen.
Das kann funktionieren.
Noch besser ist es, wenn bereits beim Fotografieren ungefähr bekannt ist, wofür die Bilder verwendet werden sollen.
Braucht die Startseite ein sehr breites Motiv? Soll links Text stehen und rechts das Unternehmen zu sehen sein? Werden drei Leistungen nebeneinander dargestellt? Brauchen wir Portraits?
Solche Informationen beeinflussen die Aufnahme.
Ein fotografisch ausgezeichnetes Bild kann für eine konkrete Website ungeeignet sein, wenn das Hauptmotiv genau dort sitzt, wo später eine Überschrift erscheinen müsste.
Wenn Website und Fotos gemeinsam geplant werden, lassen sich solche Probleme leichter vermeiden.
Was sollte vor dem Fototermin vorbereitet werden?
Erstaunlich wenig – aber ein bisschen Vorbereitung lohnt sich.
Räume sollten so aussehen, wie man sie Kunden gerne zeigen möchte.
Kisten, zufällige Verpackungen, herumliegende Kabel oder private Gegenstände fallen auf einem Foto häufig stärker auf als im normalen Alltag.
Das bedeutet nicht, dass ein Betrieb klinisch leergeräumt werden muss.
Er sollte nur bewusst betrachtet werden.
Welche Bereiche möchten wir zeigen?
Was sollte dort sichtbar sein?
Welche Produkte oder Werkzeuge gehören hinein?
Sind Logos oder Firmenschilder gut zu erkennen?
Wenn Menschen fotografiert werden, sollte außerdem klar sein, wer dabei sein wird.
Ein kurzer Rundgang vor der Aufnahme reicht meist, um die sinnvollsten Motive festzulegen.
Brauche ich für Social Media andere Fotos?
Nicht zwingend, aber zusätzliche Formate sind hilfreich.
Die Bilder eines Fototermins können häufig sowohl auf der Website als auch in sozialen Netzwerken verwendet werden.
Social-Media-Plattformen nutzen allerdings unterschiedliche Bildformate. Ein extrem breites Websitefoto lässt sich möglicherweise nur schlecht in ein Hochformat für einen mobilen Beitrag umwandeln.
Deshalb lohnt es sich, gute Situationen mehrfach aufzunehmen.
Einmal breit für die Website.
Einmal etwas enger.
Vielleicht zusätzlich hochkant.
So entsteht aus demselben Termin Material für verschiedene Verwendungen.
Für kleine Unternehmen ist das besonders praktisch, weil nicht für jeden neuen Beitrag wieder ein eigener Fototermin notwendig wird.
Gute Bilder helfen auch außerhalb der Website
Eigene Unternehmensfotos sind nicht auf die Website beschränkt.
Sie können beispielsweise für das Google Unternehmensprofil verwendet werden. Auch Social Media, Präsentationen, Broschüren oder andere eigene Unternehmensmaterialien kommen infrage.
Dadurch steigt der Nutzen des Fototermins.
Statt für jeden Kanal unterschiedliche Bilder zu beschaffen, entsteht eine Sammlung echter Unternehmensmotive.
Außerdem sorgt das für ein konsistenteres Erscheinungsbild.
Wer zunächst auf Google ein Foto des Geschäfts sieht und anschließend dieselben Räume auf der Website wiedererkennt, erlebt keinen visuellen Bruch.
Das Unternehmen wirkt dadurch nicht zwingend spektakulärer.
Aber es wirkt zusammengehörig.
Sollte man alte Fotos regelmäßig ersetzen?
Nicht allein deshalb, weil sie alt sind.
Ein gutes Foto eines unveränderten Geschäfts kann auch nach einigen Jahren noch funktionieren.
Aktualisiert werden sollten Bilder vor allem dann, wenn sie nicht mehr die Realität zeigen.
Das Geschäft wurde komplett umgebaut.
Das Logo hat sich geändert.
Die dargestellten Produkte existieren nicht mehr.
Ein Mitarbeiter ist längst nicht mehr im Unternehmen.
Das Gebäude sieht anders aus.
Dann wird aus einem ursprünglich guten Foto irgendwann eine falsche Information.
Bei Unternehmen, die sich häufig verändern, lohnt sich deshalb gelegentlich ein neuer Fototermin.
Andere Betriebe können dieselben Aufnahmen sehr lange verwenden.
Warum Smartphone-Fotos trotzdem völlig ausreichend sein können
Moderne Smartphones besitzen ausgezeichnete Kameras.
Für viele kleinere Inhalte können solche Aufnahmen vollkommen genügen.
Ein spontanes Foto für einen Blogbeitrag, eine aktuelle Meldung oder ein neues Produkt muss nicht immer professionell produziert werden.
Der Unterschied liegt häufig weniger in der Kamera als in Licht, Perspektive und Bildgestaltung.
Ein Fotograf weiß, wo er stehen sollte, welche störenden Elemente aus dem Bild müssen und welche Perspektive einen Raum sinnvoll zeigt.
Wer selbst ein gutes Auge dafür besitzt, kann selbstverständlich viele Unternehmensbilder eigenständig erstellen.
Professionelle Fotos sind keine Pflicht.
Sie sind eine Möglichkeit, in relativ kurzer Zeit eine zusammenhängende Auswahl brauchbarer Motive zu bekommen.
Sind professionelle Fotos für eine günstige Website nicht übertrieben?
Gerade bei einer günstigen Website kann dieser Gedanke entstehen.
Wenn die gesamte Website nur einige hundert oder sogar weniger kostet, warum zusätzlich Geld in Fotos investieren?
Weil Websitepreis und Bildwirkung nichts miteinander zu tun haben.
Ein sehr einfach aufgebauter Internetauftritt kann mit guten eigenen Fotos ausgesprochen hochwertig wirken.
Umgekehrt kann ein technisch teures Design mit beliebigen Stockmotiven austauschbar bleiben.
Für kleine Unternehmen ist das interessant.
Man muss nicht in spektakuläre Animationen oder komplizierte Funktionen investieren, um einen individuellen Eindruck zu erzeugen.
Ein paar gute echte Bilder können dafür wesentlich mehr leisten.
Fotos und Texte sollten dieselbe Geschichte erzählen
Angenommen, der Text beschreibt einen kleinen persönlichen Familienbetrieb.
Daneben erscheint ein Stockfoto eines riesigen modernen Büros mit zwanzig Mitarbeitern.
Beides kann einzeln attraktiv wirken.
Zusammen passt es nicht.
Die Bilder sollten die Aussagen der Website unterstützen.
Wenn persönliche Betreuung wichtig ist, können die tatsächlichen Ansprechpartner gezeigt werden. Wenn moderne Räume ein Vorteil sind, sollten genau diese Räume sichtbar sein. Wenn handwerkliche Arbeit im Mittelpunkt steht, kann man diese Arbeit zeigen.
Dadurch entsteht Glaubwürdigkeit nicht durch irgendeinen besonderen Designtrick.
Text und Bild erzählen einfach dasselbe.
Können Bilder auch bei Google helfen?
Bilder allein bringen eine Firmenwebsite nicht automatisch an die Spitze der Suchergebnisse.
Sie können aber Teil eines insgesamt besseren Internetauftritts sein.
Besucher bekommen mehr Orientierung, Produkte und Leistungen lassen sich verständlicher darstellen und lokale Unternehmensprofile können mit echten Aufnahmen ergänzt werden.
Auf der Website sollten Bilder außerdem technisch vernünftig eingebunden werden. Riesige Dateien können Ladezeiten unnötig erhöhen.
Eine gute Bildauswahl bedeutet deshalb nicht, Originaldateien mit gewaltigen Dateigrößen unverändert hochzuladen.
Die Bilder sollten in einer für die jeweilige Verwendung sinnvollen Größe bereitgestellt werden.
Das erhält die optische Qualität, ohne die Website unnötig zu bremsen.
Und was ist mit 360°-Aufnahmen?
Für manche Unternehmen können normale Fotos noch um einen virtuellen Rundgang ergänzt werden.
Dabei werden Räume aus mehreren Positionen in 360° aufgenommen. Der Besucher kann sich anschließend am Bildschirm durch den Betrieb bewegen und selbst umsehen.
Das ist besonders interessant, wenn die Räumlichkeiten ein wichtiger Bestandteil des Angebots sind.
Ein Restaurant, eine Praxis, ein Schauraum, ein Geschäft oder eine andere besuchbare Fläche kann damit wesentlich umfassender gezeigt werden als auf einigen einzelnen Bildern.
Nicht jedes Unternehmen braucht einen solchen Rundgang.
Ein Programmierer, der ausschließlich von zu Hause arbeitet, wird daraus wahrscheinlich wenig Nutzen ziehen.
Bei attraktiven oder erklärungsbedürftigen Räumen kann 360° dagegen eine interessante Ergänzung sein.
Was kosten Unternehmensfotos bei Lampl Consulting?
Lampl Consulting bietet Fototermine für kleine Unternehmen gemeinsam mit den übrigen Website-Leistungen an.
Die Gesamtpreise richten sich aufgrund der Anfahrt nach dem Standort des Unternehmens.
In Wien, Niederösterreich und dem Burgenland kostet der Fototermin 50 Euro netto.
In der Steiermark und Oberösterreich 100 Euro netto, in Salzburg und Kärnten 150 Euro netto sowie in Tirol und Vorarlberg 200 Euro netto.
Die Anfahrt ist in diesen Preisen bereits enthalten.
Wenn mehrere Unternehmen in einem Bundesland einen Termin wünschen und entsprechende Kontakte vermittelt werden, können die Fahrtkosten geteilt werden. Ab fünf zustande gekommenen Fototerminen im selben Bundesland entfällt die Anfahrt und jeder Termin kostet nur noch 50 Euro netto.
Zusätzlich können auf Wunsch 360°-Aufnahmen erstellt werden. Deren Preis hängt vom Umfang der Räumlichkeiten, der benötigten Zahl an Aufnahmepositionen und der Anfahrt ab.
Website und Fotos in einem Schritt
Besonders einfach ist der Ablauf, wenn ohnehin eine neue Firmenwebsite entsteht.
Dann können die benötigten Motive bereits anhand der geplanten Website ausgewählt werden.
Es ist klar, wo ein breites Bild gebraucht wird, welche Leistungen bebildert werden sollen und ob Portraits sinnvoll sind.
Nach dem Fototermin müssen die Dateien außerdem nicht erst zwischen mehreren Dienstleistern ausgetauscht und erklärt werden.
Sie können unmittelbar dort verwendet werden, wo sie vorgesehen sind.
Bei einer Firmenwebsite von Lampl Consulting kostet die Website selbst 150 Euro netto. In Wien, Niederösterreich und dem Burgenland wären Website und Fototermin damit beispielsweise zusammen 200 Euro netto zuzüglich Umsatzsteuer.
Das ist vor allem für neue kleine Unternehmen interessant, die noch keine brauchbaren Bilder besitzen.
Echte Fotos müssen nicht spektakulär sein
Die größte Stärke eigener Unternehmensbilder besteht nicht darin, dass sie automatisch schöner als professionelle Stockfotografie wären.
Bilddatenbanken enthalten fantastische Fotos.
Ihre Stärke ist eine andere:
Sie sind wahr.
Der abgebildete Salon ist der Salon, den der Kunde später besucht.
Die Werkstatt ist die tatsächliche Werkstatt.
Das Produkt liegt wirklich im Geschäft.
Die Person auf dem Bild ist möglicherweise genau der Mensch, mit dem der Kunde später spricht.
Für eine kleine Firmenwebsite kann diese Echtheit ausgesprochen wertvoll sein.
Sie braucht keine riesige Fotoserie und keinen aufwendigen Produktionstag.
Oft reichen einige sorgfältig ausgewählte Motive, um aus einer technisch guten Website eine Website zu machen, die tatsächlich nach diesem einen Unternehmen aussieht.
Und genau das sollte Unternehmensfotografie letztlich leisten: nicht irgendeine schöne Firma zeigen.
Sondern Ihre.