Ich brauche eine Homepage: Was Sie für den Start brauchen
„Ich brauche eine Homepage.“ Der Satz klingt zunächst nach einem ziemlich klaren Auftrag. Spätestens beim nächsten Gedanken tauchen aber oft zahlreiche Fragen auf: Welche Seiten brauche ich? Muss ich schon eine Domain besitzen? Wer schreibt die Texte? Brauche ich professionelle Fotos? Was muss ins Impressum? Und muss ich eigentlich schon genau wissen, wie die fertige Website aussehen soll?
Gerade bei kleinen Unternehmen ist die Antwort erfreulich einfach: Für den Start braucht es meistens wesentlich weniger Vorbereitung, als viele vermuten. Wer sein eigenes Unternehmen kennt und erklären kann, was er anbietet, bringt bereits den wichtigsten Teil mit. Eine Website lässt sich daraus Schritt für Schritt entwickeln.
Sie müssen nicht bereits wissen, wie Ihre Website aussehen soll
Wer eine Website erstellen lassen möchte, muss nicht gleichzeitig Webdesigner sein. Trotzdem beginnen viele Projekte mit Fragen wie: Welche Farben möchten Sie? Welches Layout stellen Sie sich vor? Welche Schriftart soll verwendet werden? Welche Websites gefallen Ihnen?
Solche Fragen können hilfreich sein, dürfen aber nicht zur Voraussetzung werden. Schließlich beauftragt man einen Webdesigner gerade deshalb, weil man diese Entscheidungen nicht vollständig selbst treffen möchte.
Für den Anfang reicht es deshalb völlig, wenn Sie erklären können, was Ihr Unternehmen macht und wen Sie damit erreichen möchten. Daraus lässt sich bereits sehr viel ableiten. Eine Physiotherapiepraxis benötigt beispielsweise eine andere Wirkung als eine Autowerkstatt. Ein Friseursalon darf anders aussehen als ein Steuerberater, und ein kleines Restaurant stellt andere Informationen in den Vordergrund als ein Elektriker.
Natürlich können Sie Beispiele nennen, wenn Ihnen bestimmte Websites oder Gestaltungen gefallen. Sie müssen aber nicht mit einem fertigen Designkonzept zum ersten Gespräch erscheinen.
Die wichtigste Information ist Ihr Angebot
Bevor über Farben oder Bilder gesprochen wird, sollte klar sein, welche Leistungen oder Produkte Ihr Unternehmen anbietet.
Das klingt banal, wird aber schnell komplizierter. Viele Unternehmer beschreiben ihr Geschäft anders, als potenzielle Kunden danach suchen würden. Wer jeden Tag in einer bestimmten Branche arbeitet, verwendet automatisch Fachbegriffe und setzt Wissen voraus, das Außenstehende möglicherweise nicht besitzen.
Für eine Website ist deshalb eine einfache Beschreibung besonders hilfreich. Was machen Sie? Wer kommt normalerweise zu Ihnen? Welche Leistungen werden besonders häufig nachgefragt? Gibt es etwas, das Ihr Unternehmen von anderen unterscheidet?
Sie brauchen daraus noch keinen perfekten Werbetext zu formulieren. Stichworte oder ein paar Sätze genügen zunächst. Gute Webtexte können anschließend daraus entstehen.
Welche Kontaktdaten sollten vorhanden sein?
Eine Unternehmenswebsite soll Besucher nicht nur informieren. Im Idealfall führt sie irgendwann zu einem Anruf, einer E-Mail, einer Terminvereinbarung oder einem Besuch im Geschäft.
Deshalb gehören die Kontaktdaten zu den wenigen Dingen, die für den Start tatsächlich feststehen sollten.
In den meisten Fällen braucht man den Unternehmensnamen, die Anschrift, eine Telefonnummer und eine E-Mail-Adresse. Bei einem Geschäft oder einer Praxis kommen häufig Öffnungszeiten hinzu. Ist der Standort für Kunden wichtig, können außerdem Anfahrtsinformationen sinnvoll sein.
Dabei sollte man überlegen, wie Kunden tatsächlich Kontakt aufnehmen sollen. Wer Termine ausschließlich telefonisch vergibt, braucht nicht unbedingt ein großes Kontaktformular. Wer viele schriftliche Anfragen erhält, kann dagegen von einem Formular profitieren.
Eine Website sollte dem Kunden den Kontakt möglichst einfach machen und nicht lediglich alle theoretisch verfügbaren Kommunikationskanäle aufzählen.
Brauche ich bereits eine Domain?
Nein. Eine Domain kann auch im Zuge der Websiteerstellung registriert werden.
Die Domain ist die Internetadresse, unter der Ihre Website später erreichbar ist. Wenn Sie bereits eine besitzen, kann diese normalerweise weiterverwendet werden. Gibt es noch keine Domain, sollte zunächst geprüft werden, welche passende Adresse verfügbar ist.
Ein guter Domainname ist normalerweise leicht zu merken und möglichst eindeutig mit dem Unternehmen verbunden. Fantasievolle Konstruktionen sind nicht zwingend besser als eine einfache Kombination aus Unternehmensname oder Leistung und gegebenenfalls Standort.
Wichtiger als eine besonders kreative Adresse ist allerdings die Frage, auf wen die Domain registriert wird. Bei einer Unternehmenswebsite sollte das Unternehmen möglichst selbst Domaininhaber sein. Dadurch bleibt die Internetadresse auch dann unter Ihrer Kontrolle, wenn Sie später Hostinganbieter oder Webdesigner wechseln.
Domain und Website sind nicht dasselbe
Gerade beim ersten eigenen Internetauftritt werden Domain, Hosting und Website häufig miteinander verwechselt.
Die Domain ist die Adresse. Das Hosting ist vereinfacht gesagt der Platz auf einem Server, auf dem die Daten liegen. Die Website selbst besteht aus den Seiten, Texten, Bildern und technischen Komponenten, die dort betrieben werden.
Für die Websiteerstellung benötigt man irgendwann alle drei Bestandteile. Sie müssen aber nicht unbedingt vom selben Anbieter stammen.
Gerade für kleine Unternehmen ist es häufig sinnvoll, Domain und Hosting auf den eigenen Namen einzurichten und dem Webdesigner lediglich den notwendigen Zugang zu geben. Dadurch entsteht keine unnötige technische Abhängigkeit.
Muss ich die Texte selbst schreiben?
Das hängt vom jeweiligen Angebot des Webdesigners ab. Technisch notwendig ist es nicht.
Viele Unternehmer schieben ihre neue Website lange vor sich her, weil irgendwo auf ihrer Aufgabenliste noch „Website-Texte schreiben“ steht. Das ist verständlich. Ein Unternehmen zu führen und einen überzeugenden Webtext zu formulieren sind zwei völlig unterschiedliche Tätigkeiten.
Meist reicht es, demjenigen, der die Website erstellt, vernünftig zu erklären, was das Unternehmen macht. Aus Informationen über Leistungen, Kunden, Besonderheiten und Abläufe können anschließend die Texte entwickelt werden.
Hilfreich sind vorhandene Unterlagen. Eine alte Website, Prospekte, Preislisten, Speisekarten, Leistungsbeschreibungen oder Unternehmensprofile können wertvolle Informationen enthalten.
Sie müssen deshalb nicht mit zehn fertigen Word-Dokumenten erscheinen, bevor die Arbeit beginnen kann.
Was ist mit Bildern?
Bilder können eine Website deutlich persönlicher machen. Sie müssen aber ebenfalls nicht zwingend bereits vorhanden sein.
Besonders bei kleinen lokalen Unternehmen sind echte Fotos oft wertvoll. Ein Kunde möchte möglicherweise sehen, wie eine Praxis aussieht, wer in einem Salon arbeitet, wie ein Restaurant eingerichtet ist oder welche Werkstatt ihn erwartet.
Fehlen eigene Bilder, kann zunächst auch mit neutraleren Motiven gearbeitet werden. Langfristig sind echte Unternehmensfotos jedoch häufig die bessere Lösung, weil sie genau das zeigen, was der Besucher tatsächlich vorfinden wird.
Wenn Sie bereits eigene Fotos besitzen, sollten diese möglichst in guter Qualität vorliegen. Ein Foto, das irgendwann über einen Messenger mehrfach verkleinert wurde, sieht auf einer großen Websitefläche schnell entsprechend aus.
Wichtig ist außerdem, dass Sie die Bilder tatsächlich verwenden dürfen. Fotos aus einer Google-Bildersuche oder von fremden Websites dürfen nicht einfach übernommen werden.
Müssen Mitarbeiter auf die Website?
Nein. Eine Website kann hervorragend funktionieren, ohne dass jeder Mitarbeiter mit Portraitfoto vorgestellt wird.
Bei manchen Unternehmen ist eine persönliche Darstellung allerdings sinnvoll. Besonders dort, wo Vertrauen eine wichtige Rolle spielt, kann es angenehm sein, bereits vor dem ersten Kontakt zu sehen, mit wem man später zu tun hat.
Wer Mitarbeiter oder andere Personen auf der Website zeigen möchte, sollte allerdings auch die erforderlichen Rechte und Zustimmungen berücksichtigen. Niemand sollte überraschend feststellen, dass ein bei der Arbeit aufgenommenes Foto plötzlich öffentlich auf der Unternehmenswebsite verwendet wird.
Für die Planung der Website reicht deshalb zunächst die Entscheidung: Möchten wir Menschen zeigen oder nicht? Die konkrete Umsetzung kann später geklärt werden.
Welche Seiten braucht die Homepage?
Eine feste Antwort gibt es nicht. Manche Unternehmen kommen mit wenigen Seiten aus, andere brauchen eine umfangreichere Struktur.
Fast immer benötigt man eine Startseite. Sie soll Besuchern schnell erklären, bei welchem Unternehmen sie gelandet sind und was dort angeboten wird.
Daneben können einzelne Leistungsseiten sinnvoll sein. Wer beispielsweise sehr unterschiedliche Dienstleistungen anbietet, sollte diese nicht zwangsläufig alle in einen einzigen langen Text packen.
Kontaktinformationen benötigen ebenfalls einen klaren Platz. Je nach Unternehmen können außerdem eine Über-uns-Seite, häufige Fragen, Referenzen oder ein Ratgeber sinnvoll sein.
Dazu kommen die notwendigen rechtlichen Informationen wie Impressum und Datenschutzerklärung.
Die Struktur sollte aber aus dem tatsächlichen Inhalt entstehen. Eine Website braucht nicht deshalb genau fünf Seiten, weil irgendwo ein „5-Seiten-Paket“ verkauft wird.
Brauche ich schon ein Logo?
Auch hier lautet die Antwort: nicht zwingend.
Ein bestehendes professionelles Logo sollte natürlich verwendet werden. Fehlt ein Logo komplett, kann der Unternehmensname zunächst auch typografisch sauber dargestellt werden.
Gerade bei einem neuen kleinen Unternehmen ist es nicht notwendig, den Start der Website monatelang aufzuschieben, weil vorher noch ein aufwendiges Markenprojekt durchgeführt werden soll.
Logo, Gestaltung und Corporate Design können später weiterentwickelt werden. Eine Website sollte so aufgebaut sein, dass Änderungen möglich bleiben.
Das gilt übrigens für den gesamten Internetauftritt. Eine gute Firmenwebsite ist kein fertiges Denkmal, das danach zehn Jahre nicht mehr angefasst werden darf.
Was muss rechtlich auf eine Firmenwebsite?
Bei einer geschäftlichen Website sind rechtliche Pflichtinformationen zu berücksichtigen. Welche Angaben konkret erforderlich sind, hängt unter anderem vom Unternehmen und den eingesetzten Funktionen ab.
Typischerweise gehören ein Impressum und eine Datenschutzerklärung dazu. Werden bestimmte externe Dienste, Tracking-Werkzeuge, eingebettete Inhalte oder Cookies eingesetzt, können weitere Anforderungen hinzukommen.
Diese Inhalte sollten nicht einfach blind von einer fremden Website kopiert werden. Die rechtlichen Angaben müssen zum jeweiligen Unternehmen und zur tatsächlichen technischen Ausstattung der Website passen.
Wer unsicher ist, sollte die entsprechenden Rechtstexte fachkundig prüfen lassen. Der Webdesigner kann die vorgesehenen Seiten technisch einrichten, ersetzt dadurch aber keine individuelle Rechtsberatung.
Was muss ich über Google wissen?
Für den Start müssen Sie kein Suchmaschinenexperte sein.
Eine neue Website sollte technisch so aufgebaut sein, dass Suchmaschinen die Inhalte erfassen können. Ebenso sollten Überschriften, Seitentitel und Texte verständlich beschreiben, worum es geht.
Danach kann die Sichtbarkeit schrittweise ausgebaut werden. Neue Inhalte, sinnvolle Verlinkungen, ein gepflegtes Unternehmensprofil und weitere Maßnahmen können später hinzukommen.
Das bedeutet auch: Eine Website muss beim Start nicht bereits alles können, was man irgendwann im Online-Marketing einsetzen könnte.
Zunächst braucht es eine vernünftige Grundlage. Darauf lässt sich aufbauen.
Wie lange muss ich die Website vorher planen?
Nicht besonders lange, wenn es sich um eine normale kleine Firmenwebsite handelt.
Oft ist es sinnvoller, mit den verfügbaren Informationen zu beginnen und die Website anschließend weiterzuentwickeln. Unternehmen verändern sich ohnehin. Leistungen kommen hinzu, Öffnungszeiten ändern sich, neue Mitarbeiter beginnen oder andere Schwerpunkte werden wichtiger.
Eine Website, die erst veröffentlicht werden darf, wenn theoretisch jede zukünftige Entwicklung berücksichtigt wurde, wird wahrscheinlich niemals fertig.
Ein überschaubarer erster Internetauftritt kann vollkommen ausreichend sein. Entscheidend ist, dass die wichtigsten Informationen stimmen und die Seite später problemlos erweitert werden kann.
Was sollte ich vor dem Start wirklich vorbereiten?
Im Grunde genügen einige grundlegende Informationen: Unternehmensname, Kontaktdaten, eine Beschreibung des Angebots und alles, was Sie für Ihre Kunden besonders wichtig finden.
Wenn eine Domain, ein Logo oder gute Fotos bereits vorhanden sind, ist das hilfreich. Fehlen diese Dinge, bedeutet das aber nicht automatisch, dass das Projekt noch nicht beginnen kann.
Sie sollten auch keine Angst davor haben, Informationen zunächst ganz normal zu formulieren. Ein Satz wie „Wir sind eine Autowerkstatt in Wien und machen hauptsächlich Service, Reparaturen und Pickerl“ ist für den Anfang wesentlich hilfreicher als der Versuch, sofort einen perfekten Marketingtext zu erfinden.
Der Webdesigner muss daraus anschließend eine vernünftige Website machen.
Was braucht Lampl Consulting von Ihnen?
Wenn Sie bei Lampl Consulting eine Firmenwebsite anfragen, brauchen Sie deshalb kein fertiges Konzept.
Wir möchten zunächst wissen, wer Sie sind, was Ihr Unternehmen macht und was Ihre Kunden bei Ihnen bekommen können. Wenn Sie bereits eine Website, Domain, Bilder oder andere Unterlagen besitzen, können wir diese natürlich berücksichtigen.
Wenn nicht, starten wir eben ohne.
Eine normale Firmenwebsite kostet bei Lampl Consulting 150 Euro netto zuzüglich Umsatzsteuer. Gestaltung und Texte gehören dazu. Besondere Funktionen, die über eine normale Unternehmenswebsite hinausgehen, werden vorher besprochen und gegebenenfalls separat angeboten.
Sie müssen deshalb nicht zuerst mehrere Wochen lang eine Website planen, bevor Sie eine Website anfragen können.
Der wichtigste Schritt ist meistens einfach anzufangen
Viele Websites scheitern nicht an Technik oder Design, sondern daran, dass das Projekt immer wieder verschoben wird. Erst sollen neue Fotos entstehen, dann muss das Logo überarbeitet werden, anschließend fehlen noch Texte und irgendwann steht wieder das Tagesgeschäft im Vordergrund.
Dabei kann eine Unternehmenswebsite wachsen.
Eine kleine, sauber aufgebaute Website mit den wichtigsten Informationen ist wesentlich nützlicher als eine perfekte Website, die seit zwei Jahren nur als Idee existiert.
Wenn Sie also gerade denken: „Ich brauche eine Homepage“, müssen Sie nicht bereits alle Antworten haben.
Sie brauchen zunächst vor allem eines: ein Unternehmen, über das es etwas zu erzählen gibt. Den Rest kann man gemeinsam aufbauen.